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Gesund im Alter – Präventionsstrategie Rheinland-Pfalz aktualisiert, Hessen hinkt hinterher

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Gesund aufwachsen, leben, arbeiten und alt werden in Rheinland-Pfalz: Das sind die Kernziele der Landespräventionsstrategie

 

Gesundheit im Alter ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die alle betrifft. Während in Hessen nur Krankenkassen und Rentenversicherungsträger untereinander und alleine Präventionsmaßnahmen abstimmen, arbeiten in Rheinland-Pfalz viele Akteure aus dem Bereich Gesundheitsförderung und Prävention im Rahmen eines Netzwerks in den Landespräventionsgremien zusammen, darunter auch eine Vertreterin der Abteilung GAP der Diakonie Hessen.

Die Ziele des Netzwerks sind die Entwicklung und Weiterentwicklung qualitätsgesicherter und flächendeckender Prävention und Gesundheitsförderung, die „Gesund im Alter“ in Lebenswelten unterstützt. Als Lebenswelten gelten insbesondere die Kommunen sowie stationäre Pflegeeinrichtungen. Zunächst werden Bedarfe ermittelt, Bedarfsgruppen priorisiert und vorhandene Strukturen erfasst.

Als prioritäre Zielgruppen „Gesund im Alter“ wurden festgehalten:

  • Menschen in Isolation, mit und ohne ambulanten Pflegebedarf
  • Pflegende Angehörige
  • Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen

Für diese werden Präventionsmodelle in den Handlungsfeldern Teilhabe - Bewegungsförderung und Psychische Gesundheit - Stärkung der Resilienz entwickelt (Umsetzungsprojekte: Bewegungsbegleiter, Gemeindeschwester plus, Konzept Resilienz stärken).

Aufgrund fehlender Strukturen für eine Landesstrategie in Hessen arbeitet GAP insbesondere Im Hinblick auf eher isoliert lebende Menschen mit und ohne Pflegebedarf gemeinsam mit der Bildungsakademie des Landessportbundes am Projekt „AGIL“ als Beispiel zugehender Prävention, das in drei Landkreisen mit Hilfe einer Modellförderung etabliert werden konnte.

Das 2018 aufgesetzte Eckpunktepapier der Landespräventionskonferenz Rheinland-Pfalz wurde nun auf der Basis bisherigen Erfahrungen aktualisiert und umfasst neben den o. a. weitere Schwerpunkt in den Bereichen

  • Ernährung,
  • Schulung von Multiplikator*innen in den Bereichen der Gesundheitsförderung und Prävention,
  • und die Stärkung der Digitalisierung in diesen Bereichen.

Das aktualisierte Eckpunktepapier berichtet zum Sachstand und zur Entwicklung.

Eckpunktepapier 2020/2021

Weiterführende Informationen zur praktischen Umsetzung: https://praevention.rlp.de/de/startseite/

Ansprechpartnerin: Gabriele Hösl-Brunner