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Diakonisches Profil in der Pflegeausbildung

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Schon zu Beginn der mehrjährigen Pflegeausbildungsreform wurde von den diakonischen Gemeinschaften auf die Notwendigkeit hingewiesen, der neuen „generalistischen“ Pflegeausbildung in den eigenen Schulen auch ein diakonisches Profil zu geben. Dazu hat eine Projektgruppe parallel zu den Komplexitäten des Gesetzgebungsprozesses gearbeitet und legt nun eine Handreichung vor.

Die Herausforderungen diakonischer Pflegeausbildung sind komplex: Schon heute erhalten die Schüler*innen ihre praktische Ausbildung nicht nur in diakonischen Einrichtungen, wie auch umgekehrt diakonische Träger der praktischen Ausbildung mit Schulen außerhalb der Diakonie kooperieren. Durch die Anforderungen des neuen Pflegeberufegesetzes wird die verbandsübergreifende Zusammenarbeit noch ausgebaut: Teilweise schließen sich Schulen unterschiedlicher Tradition zusammen, außerdem hat jede Schule nun Krankenhaus und Altenhilfeträger als Partner. Insofern ist die diakonische Prägung der Pflegeausbildung, die für Generationen von Pflegekräften bedeutsam war, nicht mehr durch die Prägekraft einer Institution zu gewährleisten. Die Handreichung reagiert auf diese Situation, indem sie die wesentlichen Orientierungen diakonischer Pflege so aufarbeitet, dass sie zu den Inhalten des – erst kürzlich verabschiedeten – Rahmenlehrplans passen. Grundthemen wie die Würde, Vulnerabilität und Fehlerhaftigkeit des Menschen, der Umgang mit spirituellen Bedürfnissen, die Grundlagen der Teamarbeit werden so aufbereitet, dass sie von den Fachschulen in den „normalen“ Unterricht integriert werden. Die Handreichung wird demnächst auf der Website der Diakonie Deutschland veröffentlicht.