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Diakonie Hessen Demenz

Alter

Demenz

Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen befinden sich häufig in einem Spannungsfeld zwischen Teilhabe und Sicherheit sowie zwischen Autonomie und Fürsorge. Dies bringt für alle Beteiligten im Alltag große Herausforderungen mit sich.
Das Thema Demenz in Öffentlichkeit und Politik ist meist von einem defizitäreren Bild geprägt, das Angst auslöst. Wir haben es uns deshalb zur Aufgabe gemacht, gesellschaftspolitische Positionen, öffentlichkeitswirksame Aktionen und Projekte zu entwickeln, die einen differenzierteren Blick ermöglichen.
Dazu trägt die Internationale Dementia Friends – Bewegung bei, der sich die Diakonie Hessen seit 2017 angeschlossen hat, bei. Sie ist damit „Demenz Partner“ der Initiative der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. und bietet entsprechende Kurse an.
Informationen dazu finden Sie hier:

https://www.demenz-partner.de/startseite.html
http://www.diakonie-hessen.de/presse/pressemitteilungen/details/article/diakonie-hessen-wird-demenz-partner.html

Zudem entwickelt und unterstützt die Diakonie Hessen bedarfsgerechte Hilfe- und Unterstützungsstrukturen wie auch Projekte, die die Selbstbestimmung und Teilhabe dementer Menschen im Gemeinwesen fördern und ihre Angehörigen entlasten.
Ein innovatives Beispiel hierfür ist das erfolgreiche, langjährige Kooperationsprojekt der Diakonie Hessen und der Bildungsakademie des Landessportbundes Hessen:

www.moment-hessen.de

Veranstaltungen des Projektes MoMent! (Motorisches und Mentales Training)

http://www.dwwi.de/de/136660-Fachberatung-Demenz

Ein wichtiger Partner unserer Arbeit ist der Stiftungsfonds DiaDem, mit dessen finanzieller Förderung Projekte zur Verbesserung der Lebensqualität von Menschen mit Demenz entwickelt werden können. Die Förderung von Initiativen für Familien und geschulte Freiwillige nimmt dabei einen besonderen Stellenwert ein.
Mehr erfahren Sie auf www.sinn-stiften.de/stiftungsfonds/diadem

Die Diakonie Hessen und ihre Mitglieder bieten an vielen Standorten Beratung, Hilfe und Entlastung für Menschen mit Demenz und deren Familien an. Eine Übersicht mit diakonischen Einrichtungen und Stellen in Ihrer Nähe finden Sie hier.

 

Technik, Sorge und Demenz

Aktion Demenz e.V. veröffentlicht Memorandum

Die bürgerschaftliche, deutschlandweite Initiative Aktion Demenz e.V. versteht Demenz als eine Seinsweise des Lebens und sieht die Gesellschaft in der Verantwortung, ein teilhabeorientiertes Leben von Menschen mit Demenz zu ermöglichen. Die drängende Dynamik des technologischen Fortschritts schürt auch die Hoffnung, die mit einem Leben mit Demenz verbundenen Beeinträchtigungen und Belastungen überwinden zu können. Diese Erwartungen werden von der Aktion Demenz aufmerksam und kritisch begleitet. Mit dem Memorandum „Technik, Sorge und Demenz“ sollen Impulse gesetzt und Fragestellungen verbreitet werden.

Die Aktion Demenz sieht durchaus auch die positiven Nutzungsoptionen von Technik, aber der 1. Vorsitzende der Aktion Demenz, Prof. Reimer Gronemeyer ,unterstreicht: „Technische Unterstützungssysteme sollten in ihren Möglichkeiten wahrgenommen werden. Die Gefahr der Entfremdung und der Entstehung ei-ner technikgestützten Vereinsamung darf dabei jedoch nicht übersehen werden. Technik ist in Dienst zu nehmen, wo sie hilfreich ist. Sie kann be-ziehungsreiche Sorge unterstützen, darf sie aber nicht ersetzen.“

Die vollständige Veröffentlichung zum kostenlosen Download finden Sie hier: Memorandum Technik, Sorge und Demenz

MDS Grundsatzstellungnahme zu Demenz

Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) hat eine neue Grundsatzstellungnahme zu Demenz veröffentlicht. Demenz zählt nicht nur zu den häufigsten Gesundheitsproblemen älterer Menschen, sondern stellt auch eine Hauptursache für Pflegebedürftigkeit dar. Die Zahl demenziell erkrankter Menschen nimmt jährlich zu. Entsprechend werden Medizin und Pflege vor die Herausforderung gestellt, Erkrankten und Pflegebedürftigen auch in Zukunft eine angemessene Versorgung zukommen zu lassen. Das Leitbild des Handelns, so der MDS, sei jedoch weiterhin, Menschen mit Demenz verstehen zu wollen.

Die Grundsatzstellungnahme Menschen mit Demenz – Begleitung, Pflege und Therapie können Sie kostenlos herunterladen.

Die Pressemitteilung des MDS gibt es hier  zum kostenlosen Download.