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Grenzen in der Hospiz- und Trauerarbeit

Hintergrund

Sie erleben Situationen im Rahmen Ihrer Begleitungen, die Sie innerlich an Ihre Grenzen bringen oder Sie sogar überfordern (z.B. zeitliche Grenzen, Grenzen der Kompetenz, Grenzen der Geduld o.ä.). Manchmal werden Ihnen auch von den sterbenden oder trauernden Menschen selbst Grenzen gesetzt. Solche Grenzen schränken ein und können auch Enttäuschung, Trauer oder Ärger mit sich bringen.

Grenzen können aber auch einen Schutz- oder Freiheitsraum abstecken:

  • für Sie selbst, damit Sie Ihre Rolle als Hospizmitarbeiter*in oder Trauerbegleiter*in klar bestimmen können
  • für Ihr Gegenüber zum Schutz der Persönlichkeit,
    z.B. gegen Vereinnahmungen, Entmündigung
    oder Verletzung der Intimsphäre

Methoden

Sie selbst bringen reichlich eigene Erfahrungen zu diesem Thema mit. Diese wollen wir austauschen, strukturieren und vertiefen. Auch wird Zeit sein, Ihren Fragen nachzugehen und sie zu klären. Sie werden Gelegenheit zur Selbstreflexion und den Austausch in der Gruppe haben. Beispiele der Praxis bieten Ihnen die Möglichkeit, sich mit konkreten Situationen auseinander zu setzen. Ergänzend fließen Bewegungsmeditationen, Musik und Tanz ein.

Hinweis

Mitarbeitenden in Hospizgruppen auf dem Kirchengebiet der EKKW, die Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Hospizarbeit und Sterbebegleitung der Diakonie Hessen sind, werden die Tagungskosten – auf Antrag – zu 100% als Fort- und Weiterbildungskosten erstattet.

Der Antrag ist vom Träger der Hospizgruppe an den Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der Diakonie Hessen zu richten.

Inhaltliche Schwerpunkte

  • eigene Erfahrungen und Grenzen reflektieren (wahrnehmen, wertschätzen, akzeptieren, ggf. erweitern),
  • das Spannungsfeld zwischen einschränkenden und schützenden Grenzen bedenken,
  • Bedenken unterschiedlicher Grenzen: Den eigenen in Kompetenz und Belastbarkeit, den vom Gegenüber gesetzten, den von Strukturen in der Arbeit gesetzten,
  • gemeinsam entwickeln, wie Sie in der Hospiz- und Trauerbegleitung sinnvoll mit dem Setzen von Grenzen einerseits und dem Ausweiten oder Überschreiben von Grenzen andererseits umgehen können

Diese Fortbildung kann helfen, eigene Grenzen und die anderer zu erkennen und zu respektieren und gleichzeitig die „Spielräume“, die Grenzen schaffen, gut nutzen zu können!

Datum: Mittwoch, 12. Februar 2020, in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr

Referentinnen: Elisabeth Lindhorst, Referentin für Trauerbegleitung

Marianne Storz, Supervisorin für Ehrenamtliche in seelsorgerlichen Tätigkeiten

Veranstaltungsort: Diakonie Hessen, Landesgeschäftsstelle Kassel, großer Saal, Kölnische Str. 136, 34419 Kassel

Anmeldeschluss: 31. Januar 2020

Teilnehmer*innenbeitrag: 100,00 €